Alte Schurken

23. November 2011 von Ulrike Kadi

Paul Verhaeghe: New studies of old villains: a radical reconsideration of the Oedipus complex. New York: Other Press 2009 steht im Zentrum einer Sendung der Philosophischen Brocken. Verhaeghe folgt in diesem kleinen Band einigen Überlegungen von Freud und Lacan zu Vater, Mutter, Genießen, Identität und dem Sinthom. Mit Georg Gröller, der das Buch vorstellt, diskutieren in der Sendung Mona Hahn, Ulrike Kadi, Judith Kürmayer, Eva Laquièze-Waniek, Robert Pfaller und Karl Stockreiter. Musik: klezmer reloaded (Shevchenko/Golebiowski)

Gestaltet von Ulrike Kadi, gesendet am 23.11.2011

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1 Kommentar

Kommentare

  • Cos
    schrieb am 24.11.2011 15:40:39…

    Mal ein Versuch eines anderen Blickwinkels: Die Diskussion dreht sich gegen Ende um Schneeflocken, die 'Anderen und ihr anders sein' und das Skifahren. "gibt man den Leuten irgendwas damit sie sich nicht mehr so mickrig fühlen müssen.." und "..man gehe eines Ideal verlustigt" ohne eben die vorherrschende Geschlechtermatrix. Die ach-so-anderen, die sich Definitionen wie dieses Schneeflockending wünschen würden, damit sie sich nicht mehr so 'mickrig' fühlen.

    Ich denke, dass kann man auch so sehen: Dieser Definitionsschwall und Begriffserfindigkeiten für sämtliche ach-so-anderen sind nicht von diesen gewünscht, sondern von den vermeintlich 'Normalen' erdacht, um ihre eigene 'Normalität' und 'Richtigkeit' zu bestätigen, ihre Struktur aufrecht zu halten: sich selbst aufrecht zu halten, in dem sie alles außerhalb der ihnen bekannten Strukturen quasi wiederum in diese eigenen-bekannten einbetten. Das die ach-so-anderen sich nicht auch miteingliedern in vorherrschenden Ideale schliesst dieser Gedanke nicht aus, Ideale können aufbrechen. quasi unter dem Blickwinkel "das Skifahren nicht der einzige Sport ist".


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