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Die Urszene – Grundtatsache des Lebens

24. November 2019 von andrea

Hemma Stallegger-Dressel

Die Urszene – Grundtatsache des Lebens

Jedes Kind hat eine Ahnung, dass sein Ursprung in der besonderen Verbundenheit seiner Eltern liegt, lädt diese mit Phantasien auf und forscht so auf seine Weise nach der Urszene. Freud nannte sie als eine der Urphantasien, für Money-Kyrle gehört sie zu den Grundtatsachen des Lebens, die außer dem elterlichen Geschlechtsverkehr als höchst schöpferischen Akt auch die Brust als gutes Objekt, zeitliche Abläufe und schließlich den Tod als Unausweichlichkeit beinhalten. Angelehnt an das ebenfalls angeborene Schema Brustwarze-Mund wird das Schema Vagina-Penis als Konzeption eines kreativen Paares internalisiert und damit die Anerkennung eines Eigenlebens der Objekte sowie die Fähigkeit des Alleinseins und der Trauer über den Verlust einer ersehnten exklusiven Beziehung ermöglicht. Die Schemata werden im Sinne von

Bions Container-contained-Modell als Prototypen für Wachstum generierende Verbindungen verstanden, welche den Weg zur inneren Welt, zur psychischen Bisexualität und zur Bewältigung des Ödipuskomplexes freimachen.

Die Sigmund Freud Vorlesungen 2018 sehen sich die Fragestellungen aus psychoanalytischer Sicht näher an. Die Texte zu den Vorträgen sind 2018 im gleichnamigen Band erschienen.

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