Analyse zu dritt. Kooperative Schreibformationen nach 68

15. Mai 2018 von Charlotte Annerl

Vortrag von Christian Wimplinger , gehalten am 25. April dieses Jahres am IFK, dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften.

Was für Adorno und Horkheimer Gretel Adorno, für Deleuze und Guattari Fanny Deleuze bedeutete, das war für Alexander Kluge und Oskar Negt Elfriede Olbrich. Gemeinsame europäische Philosophieproduktion im 20. Jahrhundert delegiert den „muskuläre[n] Akt des Schreibens“ (Roland Barthes) an die Sekretärin, ohne sie namentlich zu nennen.

Freud hatte mit dem Satz „Die analytische Situation verträgt keinen Dritten“ die Anwesenheit anderer aus seinem (Schreib)laboratorium ausgeschlossen. Albrecht Koschorke hingegen rückt diese oft verdrängten „Figuren des Dritten“ ins Zentrum der kulturwissenschaftlichen Untersuchung. Wie also organisiert sich die kooperative Schreibformation rund um solche Mittlerfiguren?

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