(16) Was übrig bleibt. Sublimierung und Addition (Ce qui reste. Sublimation et addition)

28. Januar 2011 von Olaf Knellessen

Olaf Knellessen: Was übrig bleibt

Sublimierung und Addition

Der Begriff der Sublimierung gehört zu den ungeklärten und offenen Fragen der psychoanalytischen Theorie. Gerade weil Michael Turnheim die Uneinheitlichkeit des psychoanalytischen Wissens als wesentlich für dieses ansah, soll versucht werden, mit seinem Denken die Koordinaten und Aporien dieses Begriffs nachzuzeichnen. In seinem Verständnis des Restes wurde deutlich, dass es bei der Sublimierung nicht einfach um eine Ersetzung von Sexualität durch Kultur geht, sondern um ein stimulierendes und vielleicht additives Verhältnis der Gegensätze.

Olaf Knellessen

Dr. phil., Psychoanalytiker in eigener Praxis in Zürich und Teilnehmer am Psychoanalytischen Seminar Zürich. Er beschäftigt sich mit Fragen von Psychoanalyse und Kunst und Kultur und hat dazu verschiedentlich publiziert.

Ce qui reste

Sublimation et addition

Le concept de sublimation appartient aux questions non résolues et restées ouvertes dans la théorie psychanalytique. C’est justement parce que Michael Turnheim considérait la non-unité du savoir psychanalytique comme essentielle pour celui-ci, que l’on doit essayer de dessiner, à travers sa pensée, les coordonnées et les apories de ce concept. Dans sa compréhension du „reste“, il devient clair qu’il ne s’agit pas avec la sublimation, de substituer simplement la culture à la sexualité, mais plutôt de créer un rapport stimulant et peut-être „additif“ entre les contraires.

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