VO Metaphysik der anthropologischen Verfassung

VO Metaphysik der anthropologischen Verfassung

Vorlesung von Josef Rhemann, gehalten im Wintersemester 2011

Inhalte: Von Aristoteles auf Platon zurück- und zu Plessner vorausblickend kann Philosophie unter Berücksichtigung des in sie eingetragenen, allgemeinwissenschaftlichen Anspruches von Metaphysik - als Allgemeine Wissenschaft vom Menschen begriffen werden. Dabei lässt sich, namentlich seit dem 20. Jahrhundert, ein philosophiegeschichtlicher Dominanzwechsel von der metaphysischen Grundlegung des Menschenbegriffes zu seiner Rückführung auf Struktur- und Entwicklungsfragen der anthropologischen Verfassung feststellen. Indes findet sich die bei Plessner ausformulierte Grundstruktur des Menschenbegriffes – der Mensch als bio-psycho-soziales, mit Geist ausgestattetes Lebewesen - bereits bei Aristoteles vorgezeichnet. Andererseits ist mit der wesentlich unter der Autorschaft von Plessner hervorgebrachten, Philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts der bis heute geltende, allgemeinwissenschaftliche Anspruch von Metaphysik – als Wissenschaft des für Heidegger im Sein gründenden Gesamtzusammenhanges des Seienden - keineswegs obsolet geworden. Dies soll im Rahmen dieser Vorlesung, ausgehend von der allgemeinen Erörterung des Philosophie- und Metaphysikbegriffes, im Durchgang durch einschlägige philosophiegeschichtliche Positionen von Platon bis Plessner dargelegt werden.

Methoden: Diese Lehrveranstaltung wird als Vorlesung mit Lektüre und integrierter Möglichkeit zur Diskussion gehalten, d.h. pro LV-Einheit etwa 60 Minuten Vorlesung und 30 Minuten Diskussion.

Ziele: Erarbeitung von Verständnisgrundlagen für die theoretische Relevanz einer Verschränkung von philosophischer Allgemeinwissenschaft, Metaphysik und Philosophischer Anthropologie

12 Folge

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