Mensch sein - Fundament, Imperativ oder Floskel?

Mensch sein - Fundament, Imperativ oder Floskel?

Die Frage, was es besagt und impliziert, Mensch zu sein, ist sowohl für die Philosophieals auch für die Gesellschaft eine fundamentale. Zugleich läuft sie Gefahr, mit Floskelnbeantwortet zu werden. Auch heute stellen sich verschiedene Fragen zum Menschsein: Lässt sich die Menschheit biologisch oder in ihren Lebensformen von anderen Spezies oder künstlichen Wesen sinnvoll abgrenzen? Worin unterscheiden sich Menschen von Personen? Sind etwa Sprachfähigkeit oder der freie Wille wesentliche Merkmale des Menschseins? Gerade der normative Begriff der Humanität ist zu problematisieren, da er zumeist zwischen Idealität und Trivialität oszilliert.

Im Spannungsfeld von fundamentalen Überzeugungen, imperativen Ansprüchen und unreflektiertem Gerede kommt es darauf an, Konzeptionen einer humanistischen Ethik mit ihren Grundbegriffen der Menschlichkeit, der Menschenwürde, des gelingenden menschlichen Lebens und Vorstellungen von Speziesgrenzen zu thematisieren. Zudem sind in einem rechtsphilosophischen Sinn noch Verständnisse von humanitärem Völkerrecht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Grundlegung der Menschenrechte zu bedenken.

In diesem Kontext wird der 10. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie an der Universität Innsbruck ein mehrtägiges Forum eröffnen, wo gemeinsam die Frage nach dem Menschsein im Bewusstsein alter und neuer Provokationen gestellt wird.

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