Körperkonzeptionen in der indischen Philosophie

Körperkonzeptionen in der indischen Philosophie

Ausgehend von dem kürzlich erschienen Sammelband The Body in India (Berlin 2009) geht es mir in dieser Lehrveranstaltung darum, das Verhältnis von Materie, Körperlichkeit und Bewusstsein im Kontext indischer Philosophien aus der Perspektive der Gelassenheit; (vairagya) zu belichten. Ein zentraler Terminus indischer Philosophien, da die ständige Einübung in die Gelassenheit (abhyasa) für das indische Denken das geeignetste Mittel darstellt, selbst in ein ausgelassenes Verhältnis zum eigenen Körper zu kommen. Gelassenheit, als Weg zu einem ausgelassenen Verhältnis zu sich selbst? Wie lässt sich das Denken? Lässt es sich überhaupt Denken? Die Vorlesung wird interkulturelle Antworten auf diese Paradoxie präsentieren. Einerseits aus der indischen Perspektive des Yoga-Sutra von Patañjali, andererseits aber auch in Bezug auf das Körperdenken Spinozas, das er in seiner Ethik vorgestellt sowie das Denken der Gelassenheit, wie es in der Spätphilosophie von Martin Heidegger im europäischen Kontext nach dem zweiten Weltkrieg auftaucht ist.

10 Folge

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