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Jede unterdrückte Träne kehrt als Woge zurück

21. August 2021 von Elisabeth Schäfer

Die See und das Sehen. Ein Radioessay zur Malerin und Autorin Etel Adnan.

Von Elisabeth Schäfer – mit Textpassagen aus „Die See“ von Adnan, eingesprochen von Sabina Holzer.

Der Radioessay thematisiert, das Sehen durch/mit Tränen in den Augen. Die Autorin des Essays, Elisabeth Schäfer, berichtet, dass ihr – als sie das erste Mal Bilder von Etel Adnan sah, Tränen in den Augen standen. Und dabei waren die ersten Werke der Künstlerin, die sie auf der documenta13 2012 in Kassel sah, jene, von denen es oft heißt, sie verkörperten die heitere, lebensfrohe Seite der Malerin und Autorin Etel Adnan. Zwischen, neben, fernab der leuchtenden Farben, lauerte jedoch etwas anderes. Eine Art unsichtbare Verweisungsstruktur. Vielleicht ein anderswo, von dem her sich diese heitere, lebensbejahende Seite nur möglich macht, um nämlich nicht naiv oder unbeschwert zu wirken.

Was vermag der tränenumflorte Blick zu sehen – oder über unser Sehen zu sagen? Blicken wir durch eine Wand der Tränen, machen die Tränen unser Sehen sichtbar, wahrnehmbar, dort, wo sie es trüben, verschleiern etc. Indem das Sehen durch "die See" der Tränen in den Kontext der Arbeiten der Künstlerin Etel Adnan gesetzt wird, wird der Essay unterbrochen von Passagen aus deren Text "Die See", die die Wiener Tänzerin, Performerin und Autorin Sabina Holzer eingesprochen hat.

Playlist / Zusatzinfo: Golden Sun, Trentemoller, 2021

Lizenz: Elisabeth Schäfer Inhaber_in der Lizenz: Elisabeth Schäfer, elisabeth.schaefer@univie.ac.at

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