Pluralismus und Frieden

30. Juni 2011 von Fabian Wendt

Viele zeitgenössische politische Philosophen akzeptieren den moralischen Pluralismus unserer Gesellschaften als ein zu respektierendes Faktum, das den Ausgangspunkt für die politische Philosophie bilden muss. Besonders einflussreich ist John Rawls' Antwort auf dieses Faktum: Nach Rawls sollten wir angesichts des moralischen Pluralismus nach einem übergreifenden Konsens über "freistehend" entwickelte Gerechtigkeitsprinzipien streben, die sich wie ein Modul in verschiedenste umfassende Lehren mit ihren unterschiedlichen moralischen, philosophischen und religiösen Auffassungen einpassen lassen. In meinem Vortrag soll dagegen eine alternative, weniger beliebte Antwort auf den moralischen Pluralismus diskutiert werden: Angesichts des moralischen Pluralismus sollte nicht Gerechtigkeit, sondern Frieden, ein Modus Vivendi, als innergesellschaftliches Ziel angesehen werden. Es werden zwei Fragen im Mittelpunkt stehen: Was ist unter Frieden als innergesellschaftlichem Ideal zu verstehen? Warum ist Frieden als Ideal besser mit dem moralischen Pluralismus vereinbar als Gerechtigkeit?

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