Fluchtmaschinen: Minoritäre Technologien zwischen Grenzzäunen und Big Data

2. Februar 2017 von Günther Friesinger

Von Selbstschussanlagen an der türkisch-syrischen Grenze und Frontex-Einsätzen im Mittelmeer, von reinstallierten Stacheldrahtzäunen quer durch Europa bis zu Flüchtlingslagern, die mehr an Hochsicherheitsgefängnisse erinnern, die aktuelle politische Situation zeigt, dass die Überwachungs- und Kontrolltechnologien, die Disziplinargesellschaftlichen Institutionen und Technologien nicht verdrängt oder gar abgelöst haben sondern sich in unterschiedlichen Kombinationen mit eben diesen verbinden und erschreckend „effizient“ zusammenarbeiten. Zwischen der Identitätsfeststellung und der dividuellen Big Data Technologien besteht kein grundlegender Widerspruch. Am Beispiel von Technologien wie Face-recognition-software, biometrischen Datenerhebungen und Untersuchungen sowie verschiedener Refugee-Apps soll genau dieses unheimliche Zusammenspiel von Disziplinartechnologien und kontrollgesellschaftlichen Mechanismen untersucht und exemplifiziert werden. Daran anschließend soll nach den Möglichkeiten von Widerstand gefragt werden, und künstlerische wie technologische Praktiken von Refugees dargestellt werden, die sich den hegemonialen Mechanismen entgegensetzen oder zu entziehen versuchen. Vortrag von Christoph Hubatschke im Rahmen des paraflows Symposiums Id/entity: Entwürfe - Erzählungen - Perspektiven.

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