Das demokratische Begehren. Vortrag von Andreas Hetzel (TU Darmstadt)

2. Februar 2013 von Anne Michalek

Vortrag im Rahmen der IWK-Tagung "Postdemokratie und die Verleugnung des Politischen" (23.11. bis 25.11.2012 im Depot)

Konzept der Tagung: Andreas Hetzel (TU Darmstadt), Gerhard Unterthurner (IWK)

Sendung von Anne Michalek (gesendet auf Radio Orange am 30.1.2013)

Die aktuelle, von Colin Crouch und Jacques Rancière als »postdemokratisch« gekennzeichnete Krise des Politischen wird in diesem Vortrag als Krise eines nachlassenden demokratischen Begehrens beschrieben. Dies impliziert, dass Demokratie sich weder ausschließlich auf ein historisch gewordenes Gefüge von Praktiken und Institutionen reduzieren lässt, noch primär als normativer Horizont universeller Werte begriffen werden kann: Demokratie verkörpert vor allem ein Begehren nach einer sich selbst instituierenden Gemeinschaft Freier und Gleicher, ein Begehren, das sich auf keine Subjekt- oder Objektursache reduzieren lässt. Dieser Beitrag verfolgt einerseits die Spur dieses Begehrens in der Geschichte der politischen Ereignisse und Theorien, andererseits wird versucht, ausgehend von Jacques Lacan und René Girard eine Systematik des demokratischen Begehrens anzudeuten.

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